Drei Seniorenheime schauen gemeinsam in die Zukunft
Seit 58 Jahren gibt es die Stiftung: Durch die Übernahme der Kreisseniorenzentren in Marktheidenfeld und Gemünden ist sie nun über Karlstadt hinaus tätig.
Ihr 58-jähriges Bestehen feierte die 1968 gegründete Otto-und-Anna-Herold-Stiftung am Samstag mit einem Stiftungsfest. Die Stiftung ist seit 1974 Träger des Seniorenheims in Karlstadt, seit 2026 ist sie auch für die bisherigen Kreisseniorenheime in Gemünden und Marktheidenfeld zuständig. Die Hauptfeier fand am Samstag in Karlstadt statt, kleinere Feiern gab es aber auch in Gemünden und Marktheidenfeld.
Los ging es am Samstag in Karlstadt mit einem Gottesdienst, den Pastoralreferentin Claudia Jung hielt und der vom Heimchor musikalisch begleitet wurde.
Die Stiftung stehe seit vielen Jahren für eine gute und verlässliche Betreuung älterer Menschen im Landkreis, sagte Landrat Christoph Vogel, der auch Vorsitzender der Stiftung ist. Sie biete Menschen ein Zuhause, Geborgenheit und Pflege auf hohem Niveau.
Unter einem Dach stärker als zuvor
Die Entscheidung, die beiden bisherigen Kreisseniorenheime in die Stiftung zu überführen, sei eine „Zukunftsentscheidung“ gewesen, hob er hervor. Denn dadurch werde die Stiftung durch Bündelung von Kompetenzen gestärkt und die Grundlage für „die dringend notwendigen Neubauten“, die in den kommenden Jahren errichtet werden sollen, geschaffen. Finanziell abgesichert werde die Stiftung auch künftig durch den Landkreis Main-Spessart.
Den neuen Weg habe man beschritten, weil man überzeugt sei, dass drei Einrichtungen unter einem Dach stärker seien als zuvor. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels sei dies ein entscheidender Vorteil. Erste positive Ergebnisse zeigten sich schon jetzt – sowohl personell als auch finanziell.
Zusammen mit dem derzeit entstehenden neuen Klinikum Main-Spessart „gestalten wir den Gesundheits- und Pflegestandort unseres Landkreises für die kommenden Jahrzehnte“, hob Vogel hervor. „In wenigen Jahren werden wir in Main-Spessart ein hochmodernes Klinikum und drei moderne Seniorenheime haben.“
Heimbeirat schenkte Sitzbank
Durch die Übernahme der beiden Kreisseniorenheime in Gemünden und Marktheidenfeld werde die Altenpflege im Landkreis gesichert, betonte Dieter Reichert, der Geschäftsführer der Otto-und-Anna-Herold-Stiftung. Ihm zufolge ist eine Stiftung als Träger von Seniorenheimen durchaus ein Vorteil, denn die Kapitalerträge der Stiftung könnten für die Erbringung von Leistungen verwendet werden, die ansonsten nicht möglich wären. Stiftungen seien eine wichtige Säule im sozialen Bereich, deutschlandweit gebe es aktuell mehr als 30.000.
Bereits zum vierten Mal feiere man nun das Stiftungsfest, sagte Reichert. Es sei ein Zeichen des Anstands und Respekts, einmal im Jahr dem Gründerehepaar Otto und Anna Herold zu gedenken. Was würden die beiden wohl sagen, wenn sie wüssten, dass ihre Stiftung nun sogar über Karlstadt hinausgewachsen ist? „Ich glaube, darüber würden sie sich freuen“, meinte Reichert.
Lobende Worte über die Stiftung und ihre Heime fand auch Heimbeirat Erwin Scheiner, der als Geburtstagsgeschenk eine Sitzbank mitgebracht hatte.
Das Haus in Karlstadt bietet laut Internetseite der Otto-und-Anna-Herold-Stiftung drei offene Wohnbereiche und einen geschützten gerontopsychiatrischen Bereich mit Platz für zusammen 130 Bewohnerinnen und Bewohner. Das Haus in Gemünden biete 132 Pflegeplätze und sei auf die Betreuung von Menschen mit altersbedingten Einschränkungen sowie gerontopsychiatrischen Veränderungen ausgerichtet. In Marktheidenfeld gebe es 86 Pflegeplätze sowie 16 weitere in der Tagespflege.
Bericht aus der Main-Post vom 03.08.2026